Kirchbauformen im Wandel der Zeit

Am 8. Mai 2019 traf sich unsere Bezirksgruppe zu einem Vortrag von Pfarrer i. R. Rüdiger Merkel im Museum Höringhausen mit dem Thema Kirchbauformen im Wandel der Zeit.

Um 19.30 Uhr begrüßte Vorsitzende Anneliese Laartz den Referenten und die anwesenden Mitglieder. Zunächst erläuterte Herr Merkel die einzelnen Kirchbauformen.

Es gibt
1. Saalkirchen, die einen einheitlichen Raum bilden. Dieser kann auch geteilt sein. Im Osten der Altarraum (Chor),  im Westen Eingangsraum unterm Turm.

2. Basiliken haben meist schmale Fensteröffnungen, ein dreischiffiges und mehrjochiges Langhaus. Schiffe und Joche sind durch Stützen getrennt, rechteckige Pfeiler und/oder Rundsäulen. Die Mittelschiffwände (Obergaden) mit Fenstern, der Chor in Mittelschiffbreite kann mehrjochig sein. Seitenschiffe mit geraden oder halbrunden Apsiden (Gewölben). Unter dem Chor kann sich eine Krypta befinden. Das Mittelschiff ist meist vom Chor durch einen Triumpfbogen getrennt. Über dem Eingang Tympanon, ein dreieckiges oder halbrundes Feld mit Relief. Das Westwerk mit bündiger Verbindung von 2 Türmen und einer Vorhalle (Dom Fritzlar).

3. Hallenkirchen, hier sind die Seitenschiffe gleich hoch wie das Mittelschiff. es gib keine Obergaden-Fenster, große Fenster, ggfs. Lettner im Triumphbogen. Der Lettner ist die Trennung zwischen Klerikern und Volk.

4. Unter den Deckenformen unterscheiden wir zwischen Flachdecken, Kastendecken, Spiegeldecken (Barock), Übergänge von Wänden zu Decken mit Vouten. Gewölbe, Tonnengewölbe, Kreuzgratgewölbe, Kreuzrippengewölbe, Stern und Netzgewölbe oder Kuppeln.

5. Turmformen, es gibt ein oder zwei Westtürme, selten Chortürme und Vierungstürme. Wehrturm (Kirchenburgen), Formen als Zeltdach, Spitzturm, Satteldach, Zwiebelturm, Kaffeekanne, Laterne, Schalllöcher und Dachreiter. In den Kirchen befand sich im Mittelalter meist kein Fußboden, es waren festgestampfter Lehm oder Steine. Die Gottesdienstbesucher standen während der Messe. Erst später wurden die Kirchen mit Fußböden ausgestattet.

Im 2. Teil ging der Referent auf die jeweiligen Baustile ein, anhand von 5, 10, 20 und 50 €-Scheinen kann man die Stilelemente Romanisch, Gotisch, Renaissance und Barock  sehen.

Auch über die Einrichtung der Kirchen sprach der Referent. Diese bestehen hauptsächlich aus Altar, Kanzel, Ambo (Lesepult), Taufstein und Orgel.

Für uns alle war es ein interessanter und spannender Vortrag für den sich unsere Vorsitzende bei Herrn Merkel bedankte und allen einen guten Heimweg wünschte.

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