Tag der Städtebauförderung am 14. Mai in Waldeck

Veröffentlicht am: 03.05.2022

Pläne für „Marktplatz Waldeck“ werden vorgestellt

Waldeck – Hingehen und mitmachen: „Wir im Quartier“ heißt es, wenn im Mai deutschlandweit Veranstaltungen zur Städtebauförderung stattfinden. Auch die Nationalparkstadt Waldeck beteiligt sich dabei und lädt für Samstag, 14. Mai, von 10 bis ca. 13 Uhr die Bürgerinnen und Bürger dazu ein, sich bei einem öffentlichen Fest mit einem bunten Rahmenprogramm für Groß und Klein auf dem Marktplatz in Waldeck ein Bild vom aktuellen Stand bei der Umsetzung des Fördergebiets „Doppelkern Sachsenhausen-Waldeck“ zu machen. Im Fokus steht dabei insbesondere die künftige Gestaltung des Marktplatzes in Waldeck, welches als erstes Einzelprojekt der Nationalparkstadt Waldeck im Zuge des Förderprogramms „Lebendige Zentren“ umgesetzt werden soll.

Zunächst werden dazu vom beauftragten Planungsbüro GreenBox aus Bielefeld die Planungen des 1. Bauabschnittes der Öffentlichkeit eingehend vorgestellt. Aber auch die Ideen der Bürger sind gefragt: Die Waldecker Bürger können sich anschließend aktiv einbringen, indem sie den Planern ihre Ideen und Anregungen zur künftigen Gestaltung des 2. Bauabschnittes des Marktplatzes vorstellen. Insbesondere für die Nutzung des aufgrund denkmalschutzrechtlicher Vorgaben zu erhaltenden Kellergewölbes auf dem Markplatz sowie die weiteren Umfeldmaßnahmen sind kreative Ideen und Konzepte erforderlich. Im weiteren Verlauf der Planungen wird dann geprüft, welche dieser Ideen sich für eine Umsetzung eignen könnten.

Aber es soll nicht nur geplant werden – auch für ein buntes Rahmenprogramm ist gesorgt. So sorgt der Regionalladen „Land in Sicht“ für das leibliche Wohl und der örtliche Shanty-Chor sowie Peter Stumpe für Live-Musik. Selbstverständlich ist auch an den Nachwuchs gedacht. Die Kinder können sich beim Kinderschminken phantasievoll verschönern lassen.

Ortskerne attraktiver machen - Beteiligung am Tag der Städtebauförderung

Die Umgestaltung des Marktplatzes ist das erste Projekt der Nationalparkstadt Waldeck bei der baulichen Umsetzung des Förderprogramms „Lebendige Zentren“. Ziel ist es, in den kommenden zehn bis 15 Jahren insbesondere die Ortskerne von Waldeck und Sachsenhausen aufzuwerten und attraktive Nutz- und Freiflächen sowohl für die Bewohner als auch für Gäste und Touristen zu schaffen. Der Name des Förderprogramms „Lebendige Zentren“ soll dabei gleichzeitig ein Ansporn für die zukünftige attraktive Gestaltung der Ortskerne werden. Erreicht werden soll dies durch unterschiedliche Maßnahmen zur Freiraumgestaltung, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität und der Verkehrsverhältnisse, aber auch die Sanierung kommunaler Gebäude und die finanzielle Unterstützung privater Bauherren bei der Sanierung ihrer Gebäude ist geplant.

Mit der Städtebauförderung unterstützt der Bund und das Land Hessen dabei Städte und Gemeinden, auf neue und sich ändernde Herausforderungen zu reagieren und nachhaltige Lösungen für die Zukunft zu entwickeln und umzusetzen. Die Kommunen erhalten Finanzhilfen von Bund und Ländern und ergänzen diese um eigene Haushaltsmittel. Der Tag der Städtebauförderung als gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, der Länder, des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes zeigt, wie die Programme wirken und mit welchem Engagement in den Kommunen gearbeitet wird. Die seit 2020 bestehenden Bund-Länder-Programme „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ sprechen aktuelle Problemlagen an und berücksichtigen wesentliche Querschnittsaufgaben. Maßnahmen zum Klimaschutz oder zur Anpassung an den Klimawandel, insbesondere zur Verbesserung der grünen Infrastruktur, sind Voraussetzung für eine Förderung. Weitere Schwerpunkte sind die Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit, von Stadt-Umland-Beziehungen sowie die Unterstützung zivilgesellschaftlichen Engagements. Allein im Jahr 2022 stellt der Bund 790 Millionen Euro für die Städtebauförderung bereit.

Auch die Nationalparkstadt Waldeck wird Dank der Aufnahme des Doppelkerns Sachsenhausen-Waldeck langfristig und nachhaltig von der Städtebauförderung profitieren. „Allein die Förderquote von rd. 67 % ermöglicht der Nationalparkstadt trotz knapper werdender Haushaltsmittel eine nachhaltige attraktive Entwicklung der Ortskerne in Sachsenhausen und Waldeck“, so Bürgermeister Vollbracht im Vorfeld. Eine zwingende Voraussetzung für eine nachhaltige Stadtentwicklung ist aber eine Beteiligung der in den Ortskernen lebenden Bürger – daher sollen die Ergebnisse und Pläne ebenso wie die noch erforderlichen Maßnahmen im Förder-programm „Lebendige Zentren“ in regelmäßigen öffentlichen Veranstaltungen der Bevölkerung vorgestellt werden. Die Verantwortlichen der Stadt würden sich daher über einen regen Zuspruch in ungezwungener Atmosphäre am „Tag der Städtebauförderung“ ebenso freuen, wie die beteiligten Planungsbüros.

Tag der Städtebauförderung