Klimaschutz in Waldeck bekommt ein neues Gesicht
Waldeck. Die Nationalparkstadt Waldeck verstärkt ihr Engagement im kommunalen Klimaschutz. Seit dem 1. Juli ist Nora Eifert als Klimaschutzmanagerin tätig. Sie koordiniert die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts und wird künftig zentrale Ansprechpartnerin für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine sowie Politik und Verwaltung sein.
Die Stelle wird über die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert und ist zunächst auf zwei Jahre angelegt. In den ersten 18 Monaten entsteht das Klimaschutzkonzept, anschließend sollen bereits erste Maßnahmen in die Umsetzung gebracht werden.
Nora Eifert studierte Anthropologie mit dem Schwerpunkt Umweltanthropologie und war zuletzt im praktischen Naturschutz sowie in der Umweltbildung tätig. Ergänzend absolvierte sie eine Weiterbildung zur Koordinatorin für Klimaschutz und Ressourcenmanagement. Im Bauamt der Nationalparkstadt arbeitet sie eng mit den Fachbereichen Bauingenieurwesen und Landschaftsarchitektur zusammen.
„Klimaschutz ist ein Querschnittsthema. Erfolgreich ist er dann, wenn unterschiedliche Fachrichtungen, Erfahrungen und die Menschen vor Ort zusammenkommen. Mir ist wichtig, gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren in Waldeck praktikable Lösungen zu entwickeln und vorhandenes Engagement zu bündeln“, sagt Nora Eifert.
Grundlage des Klimaschutzkonzepts ist zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme. Erfasst werden unter anderem Energieverbräuche, kommunale Gebäude und vorhandene Strukturen. Darauf aufbauend werden Potenziale zur Energieeinsparung und CO₂-Minderung ermittelt sowie konkrete Maßnahmen für Gebäude, Mobilität, Verwaltung und Wirtschaft entwickelt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung der Menschen vor Ort. Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Vereine und weitere Akteure sollen ihre Erfahrungen und Ideen aktiv einbringen. Denn kommunaler Klimaschutz gelingt nur gemeinsam.
„Klimaschutz beginnt für uns nicht mit Verboten, sondern mit einer guten Bestandsaufnahme und konkreten Lösungen. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und Vereinen Maßnahmen zu entwickeln, die zu Waldeck passen, Fördermöglichkeiten erschließen und langfristig einen echten Mehrwert für unsere Stadt schaffen. Mit Frau Eifert gewinnen wir dafür eine kompetente Ansprechpartnerin, die den Prozess fachlich begleitet und vernetzt.“
Bürgermeister Nicolas Havel
Ein erster konkreter Baustein ist bereits in Vorbereitung: Ein Informationsabend zum Thema Wärmepumpe soll Orientierung bieten, praktische Fragen beantworten und den Austausch zwischen Bürgerinnen und Bürgern sowie Fachleuten fördern. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Mit Nora Eifert gewinnt die Nationalparkstadt Waldeck eine Ansprechpartnerin, die den kommunalen Klimaschutz gemeinsam mit Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft weiterentwickeln wird. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich aktiv in den Prozess einzubringen.