Gigabit für alle:
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Graue-Flecken-Programm beschleunigt flächendeckenden Breitbandausbau
Die Nationalparkstadt Waldeck treibt den Ausbau ihrer digitalen Infrastruktur konsequent voran. Mit dem Beitritt zum bundesweiten Graue-Flecken-Förderprogramm stellt die Stadt die Weichen für einen flächendeckenden Gigabit-Ausbau in bislang unterversorgten Stadtteilen und Außenbereichen. Nachdem das Markterkundungsverfahren erfolgreich abgeschlossen wurde, steht der nächste Meilenstein bevor: Bis spätestens März 2026 wird der Förderantrag eingereicht, um den Zugang zu Bundesmitteln zu sichern. Der Förderbescheid wird derzeit für Oktober 2026 erwartet.
Bereits heute sind zahlreiche Haushalte und Betriebe durch den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau der goetel GmbH leistungsfähig angebunden. Dennoch bestehen in einzelnen Bereichen weiterhin sogenannte „graue Flecken“ – rund 21 Prozent des Stadtgebiets –, in denen die verfügbaren Datenraten unterhalb der Gigabit-Schwelle liegen und eine zukunftsfähige digitale Nutzung einschränken. Genau hier setzt das Graue-Flecken-Programm an: Es schließt Versorgungslücken, die für einen rein marktwirtschaftlichen Ausbau bislang nicht wirtschaftlich darstellbar sind, und sorgt damit für gleichwertige Lebens- und Arbeitsbedingungen im gesamten Stadtgebiet.
Grundlage für den Förderantrag ist ein Beratungsgutschein des Projektträgers aconium. Auf dieser Basis wurden im Jahr 2025 die spezialisierten Expertinnen und Experten der Broadband Academy mit dem Projektmanagement sowie den technischen Vorplanungen beauftragt. Ziel ist die Erarbeitung eines belastbaren Ausbaukonzepts, das eine zuverlässige Glasfaseranbindung aller noch unterversorgten Haushalte und Unternehmen ermöglicht.
Für Bürgerinnen, Bürger und Betriebe bedeutet das Vorhaben vor allem eines: zukunftssichere Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s. Diese schaffen die Voraussetzungen für Homeoffice, digitales Lernen, moderne Verwaltungsangebote sowie wettbewerbsfähige Geschäftsmodelle – ein entscheidender Standortfaktor insbesondere für Tourismus, Handwerk und mittelständische Unternehmen im ländlichen Raum.
Förderprojekte dieser Größenordnung erfordern mehrjährige Planungs-, Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren. Der geplante Baustart ist für das Jahr 2028 vorgesehen, die Fertigstellung bis 2030. Mit der Umsetzung wird die digitale Infrastruktur der Nationalparkstadt Waldeck schrittweise an das Niveau führender Regionen in Deutschland herangeführt. Wie bei allen Infrastrukturmaßnahmen können äußere Faktoren, etwa Baupreise oder Lieferketten, Einfluss auf Zeitplan und Kosten nehmen.
Die Stadtverwaltung wird die Öffentlichkeit in den kommenden Monaten regelmäßig über den Stand des Förderverfahrens informieren. Nach Erhalt des Bundesförderbescheids erfolgen die Detailplanung sowie die Ausschreibung der Bauleistungen. In diesem Zuge wird auch transparent dargestellt, welche Ortsteile und Straßenzüge konkret vom geförderten Ausbau profitieren.
Bürgermeister Havel zieht eine positive Zwischenbilanz:
„Die Nationalparkstadt Waldeck verbindet einzigartige Natur mit einem modernen Lebens- und Wirtschaftsraum. Mit gezielten Investitionen in die digitale Infrastruktur stellen wir sicher, dass unsere Stadt auch digital zukunftsfähig bleibt – für unsere knapp 7.000 Einwohnerinnen und Einwohner ebenso wie für unsere Betriebe.“